Sonntag, 21. September 2014

Gremienkatholikin und Hiob



Zur Amtseinführung von Kardinal Woelki als Kölner Erzbischof äußerten sich mehrere Personen, meist mit Hinblick auf die würdige Feier und guten Wünschen für sein Schaffen. Es sprach aber auch Bärbel Mockenhaupt (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands Diözesanverband Köln) - beim Wort "Wünsche" gleich an sich selbst denkend und ihr Mantra abspulend - und sagte:

"Wir wünschen uns von dem neuen Erzbischof eine gerechte Teilhabe der Frauen an der Kirche. Wir sind im Bistum eine große Macht, wir sind 65.000 Frauen und bundesweit 650.000 Frauen, die möchten gehört werden. Die Frauen sind diejenigen, die die Christen von morgen erziehen- Ihnen sollte man ein Wort in der Kirche geben. Es gibt viel zu tun und die Frauen haben viele Talente. Der Erzbischof hat von den Talenten gesprochen, die jeder einbringen soll und die Frauen haben viele Talente, die sie gerne einbringen, wenn man sie lässt. Zum Beispiel kämpfen wir ja auch für die Zulassung der wiederverheirateten Geschiedenen zu den Sakramenten, schon seit Jahren, wurden aber immer wieder zurückgepfiffen. Wir haben die Hoffnung, dass es unter dem neuen Kardinal etwas freier wird und wir mit unseren Forderungen ein bisschen mehr Gehör finden.“

Nun geht es ja im Evangelium bekanntlich darum, Macht in der Kirche zu verteilen (z.B. Mt 20,20f: „Dann trat die Mutter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen zu ihm und warf sich nieder und wollte etwas von ihm erbitten. Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Bestimme, dass diese meine zwei Söhne einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken sitzen mögen in deinem Reich.“) und mit „Talente einbringen“ ist selbstverständlich „Forderungen zu Handlungen gegen die Lehre der Kirche stellen in Angelegenheiten, die der Erzbischof gar nicht zu entscheiden hat“ gemeint.

Da kann man echt nur noch Hiob 2,10 zitieren: Du redest, wie die törichten Frauen reden.

Kommentare:

  1. Ich weiß gar nicht, was diese Frauen für ein Problem haben. Wenn ich in meiner Pfarrei mein Engagement - entsprechend meinen Talenten und dem Bedarf in der Gemeinde - anbiete, freut man sich und nimmt das gerne an.
    Ich habe mich als Frau noch nie von der Kirche benachteiligt, diskriminiert oder sonstwas gefühlt.
    Aber wenn diese Damen in der Kirche nur Sachen machen wollen, die der kirchlichen Lehre widersprechen, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie damit nicht durchkommen...
    Ja, das Hiob-Zitat passt.

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    1. Ich fühle mich auch nicht diskriminiert, aber ich könnte ja auch Papst werden, also rein theoretisch ...

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